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Die gesunde Körperhaltung


Es ist die Skelettmuskulatur, die in aktiver Weise garantiert, dass sich der Mensch in gesunder, den jeweiligen Erfordernissen angepasster Haltung befindet.
Die Muskeln bilden am Fuß die nur für den Menschen typischen Gewölbestrukturen von Längs- und Quergewölbe aus. Sie halten Bein, Becken und Wirbelsäule bis hin zum Schultergürtel und zum Kopf aufrecht. Arbeitet die Muskulatur in dieser von der Natur vorgegebenen Weise, befindet sich der Bewegungsapparat in seiner ausgeglichenen Balance. Die über die Schwerkraft natürlicherweise bestehenden Belastungen werden gleichmäßig über alle Knochen, Gelenke und Bänder verteilt. Es kommt zu keiner einseitigen Überlastung. Somit besteht Beschwerdefreiheit, da unsere Knochen, Bänder und Gelenke genau für diese Belastungen vorgesehen sind. Innerhalb dieser balancierten Harmonie arbeiten auch alle anderen Organe und Organsysteme des Menschen.
Gerät in diesem großen Zusammenspiel etwas aus dem Lot, kann es zu Problemen führen. Die Organe oder Organsysteme können ihre Aufgaben eventuell nicht mehr vollständig erfüllen. Es kann zu Beschwerden kommen.

Körperkoordination
Die Körperhaltung muss situationsgerecht sein. Ob wir schnell oder langsam laufen, bergauf oder bergab gehen, ob wir uns auf einen Stuhl oder auf einen Schemel setzen wollen, ob wir in einen Apfel beißen – unsere Muskulatur muss all diese vielfältigen Bewegungen sehr präzise und genau ausführen. Tut sie es nicht, stolpern wir, fallen wir hin, gelangen wir unter Umständen nicht ans Ziel oder wir setzen uns neben den Stuhl, wir können nicht beißen oder wir verschlucken uns.

Dysbalance
Arbeitet die Muskulatur nicht in der erforderlichen Weise, besteht über die gestörte Balance eine fehlerhafte Haltung und damit eine fehlerhafte Belastung. Diese Überlastung kann Beschwerden verursachen. Diese können dann an ganz verschiedenen Stellen des Gesamtsystems auftreten.

Beschwerden
So können Fußschmerz, Schmerzen am Bein oder am Becken, an der Wirbelsäule, am Schultergürtel oder an den Armen bis hin zum Hals und am Kopf, mit Ohrgeräusch oder Schwindel über diese Fehlhaltung erklärbar sein.

"Software"
Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Skelettmuskulatur nicht selbstständig arbeitet. Sie wird situationsgerecht vom Gehirn gesteuert. Der weit überwiegende Teil der vielfältigen Beschwerden des Bewegungsapparates hat dementsprechend seine Ursache auch an den Informationsorganen des Gehirns. Das Steuerungsorgan Gehirn wird anhaltend über die Stellung des Körpers im Raum über verschiedenste Tastorgane informiert. Zu diesen zählen die Augen mit dem räumlichen Sehen, wie auch das Gehör und die Kiefergelenke, sowie das Gleichgewichtsorgan als die vielfältigen Informationsgeber im Kopfbereich.

Auf der anderen Seite sind die Fußsohlen das fundamentale Tastorgan des menschlichen Körpers, die den Kontakt zur Erde, die Bodenhaftung herstellen und auf denen alle anderen Strukturen und Funktionen basieren.

Steuerung
Aus all diesen Informationen beurteilt das Gehirn die Stellung des Körpers im Raum und kann dadurch die Muskulatur situationsgerecht anweisen, zu arbeiten.
Werden allerdings von den Informationsgebern zu wenige Informationen empfangen oder von ihnen unzureichend an das Gehirn weitergegeben, kann die Muskulatur nicht mehr adäquat gesteuert werden. Es resultiert die Körperfehlhaltung und damit die Fehlbelastung mit der Beschwerdeanfälligkeit.

Netzwerk
Deshalb muss bei der ärztlichen Behandlung insbesondere auch diese Körperkoordination untersucht werden. Die dabei gefundenen Ursachen sollten beseitigt werden.
Der zentralen Wichtigkeit des Fußes als dem basalen Tastorgan entsprechend besteht über ihn fast immer eine wesentliche ursächliche Möglichkeit, balancierend auf die Körperhaltung einzuwirken.
Gegebenenfalls müssen aber auch weitere Spezialisten hinzugezogen werden, wenn sich an anderen „Tastorganen“, wie den Kiefergelenken oder dem räumlichen Sehen, Auffälligkeiten finden. Eine Heilung ist oft erst im Netzwerk zu erreichen.

Die Behandlungsmöglichkeit über den Fuß besteht darin, ihm an den richtigen Stellen das Notwendige zu tasten zu geben.
Dafür wird eine ausgedehnte und dem gesamten Bewegungsapparat umfassende Untersuchung der Haltung in verschiedenen Funktionen durchgeführt. Ergänzend erfolgt eine 3D-Wirbelsäulenlichtvermessung. Als Ergebnis können dem einzelnen Fuß dann individuell weiche, aktiv wirkende Einlegesohlen angepasst werden.